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Auf Entdeckungs-

reise in die Steinzeit

Mächtig erhebt sich die Wewelsburg aus einem Berg in die Höhe. Staunend stehen die 6b der Johannes Gigas Realschule Lügde und Lehrerin Frau Bergmann vor dem Anwesen. Das einzigartige Merkmal der Wewelsburg fällt den pfiffigen Schülern sofort auf: die Dreiecksform der Schlossanlage. Durch einen gewaltigen Torbogen gelangt man in den Innenhof der Burg, von wo eine Tür in das historische Museum des Hochstifts Paderborn führt. Die Schulklasse fühlt sich durch die Atmosphäre des Schlosses gleich in die Zeit des Mittelalters zurückversetzt. Doch heute soll die Reise noch ein Stück weiter in die Vergangenheit zurückführen…

Frau Manuela Gieseke von Rüden und Frau Agnes Ising, zwei tätige Pädagoginnen des Hochstifts, betreuen heute die Klasse und leiten die Kinder zunächst in das Kaminzimmer der Burg. An den Wänden sind große Fackeln angebracht, allerdings spenden keine Kerzen mehr das wertvolle Licht, sondern Glühbirnen, die mit Strom versorgt werden.
„Konnten die Nomaden in der Steinzeit auch einfach einen Lichtschalter betätigen, um Licht ins Dunkel zu bringen?“ fragt Frau Ising. In diesem Moment öffnet Frau Gieseke von Rüden einen kleinen Beutel. „Leider nicht, damals konnte man nur Feuer erzeugen, indem man einen Markasit (metallhaltiger Stein) gegen einen Feuerstein schlug.“ Alle Schüler dürfen ein Mal probieren, was passiert, wenn man die Steine aneinander reibt. Und tatsächlich. Es sprühen nicht nur kleine Feuerfunken, es riecht auch genauso, als wenn wir heute ein Streichholz anzünden.
Im Nebenzimmer wartet eine weitere spannende Aufgabe auf die 6b. Mit einem Stein und einem Steinbrett sollen die Schüler Weizenkörner mahlen. Die Brotherstellung war in der Steinzeit eine mühevolle Aufgabe. Die Nomaden mussten lange durch die Wälder streifen und genügend Getreidesträuße sammeln, von denen dann die Körner durch kräftiges Schütteln befreit werden mussten. Einen ganzen Tag dauerte es dann, bis genügend Mehl für einen Brotteig gemahlen war. „Wir können heute zum Glück einfach zum Bäcker gehen!“ freut sich ein Schüler erleichtert.

Frau Ising legt Pfeilspitzen, eine Sichel und noch ein paar andere Waffen, Werkzeuge und Gegenstände, die in der Steinzeit benutzt und gebaut wurden, auf den Boden. Die Kinder sollen sich nun mit den Materialien durch die Ausstellung bewegen und vor den Vitrinen stehen bleiben, in denen sich die gesuchten Gegenstände befinden. Eine Wendeltreppe führt in das Museum der Burg. Das kleine Memoriespiel funktioniert einwandfrei und schnell sind alle gesuchten Gegenstände gefunden. Roman und Jonas halten zum Beispiel einen Sperr in die Kamera. Die Vogelfedern, die den Sperr besser gleiten lassen, und die Pfeilspitze, sind mit Birkenpech befestigt worden, der „Klebstoff“ der Steinzeit. Zur Vertiefung des Gelernten wird anschließend ein Kreuzworträtsel verteilt, dass viele Begriffe aus der Steinzeit noch einmal aufgreift. Aber das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss: Frau Ising und Frau Gieseke von Rüden laden die Klasse zum Sperrwerfen ein. Mit voller Kraft flitzen die nachgebauten Sperre durch die Luft. „Wir wären bestimmt erfolgreiche Jäger gewesen!“ sind sich Frau Bergmann und die Klasse einig.

Saskia Ganschow, 15. November 2011

martaNRW
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