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Auf Holz geklopft

Am Mittwoch, den 3. Juli, hatten die Schülerinnen und Schüler der Eisenhoitschule Warburg im Freilichtmuseum Detmold die Gelegenheit, selbst in die Rolle der Zimmermänner zu schlüpfen und ihr eigenes Fachwerkhaus entstehen zu lassen.

Am Standesamt, den Wind- und Wassermühlen vorbei gelangt man auf idyllischen Pfaden über das weitläufige Gelände zum Fachwerkhaus Düsterdieck-Kumlehn im Paderborner Dorf. Was dort für die Schüler der 8. Klasse zunächst wie ein unübersichtlicher Haufen Vierkanthölzer aussah,entpuppte sich nach kurzen Erläuterungen von Ehrenamtler Herrn Jansen als ein ausgeklügeltes System aus sogenannten gesteckten und gehalsten Verbindungen und Strichcodes, die eine Bauanleitung eigentlich komplett überflüssig machen. Die Aufgabe: das Modell eines Backhauses im Verhältnis 1:3 entstehen zu lassen. Nun war echte Teamarbeit, Köpchen und der Einsatz körperlicher Geschicklichkeit gefragt! Am Ende freute sich die Lehrerin, dass das Fachwerkgerüst so fachgerecht von ihren Schülerinnen und Schülern zusammengebaut wurde und die KulturScouts nach einer Stunde stolz auf ihr Werk ihr erstes Richtfest feiern konnten. Nicht fehlen durfte natürlich der traditionelle Richtfestspruch begleitet von „Hoch“-Rufen und dem Klopfen auf Holz! Normalerweise wird auch noch ein Glas am Holzgerüst zerschlagen, lernen die Scouts (denn Scherben bringen bekanntlich Glück), an diesem Mittwochvormittag blieben aber alle Gläser unversehrt. Nun war alles „unter Dach und Fach“!

Anschließend konnten die Jugendlichen auch noch das restliche Freilichtmuseum mit seinen Gebäuden, der einzigartigen Natur und den seltenen Tierrassen entdecken. Auch das alte Handwerk hatte es den Scouts angetan. Ein Schmied, der noch ganz traditionell arbeitet, erzählte von seiner spannenden Tätigkeit. Eine Deele aus vergangener Zeit bot Unterschlupf bei einem heftigen sommerlichen Regenschauer. Und schließlich entdecken die KulturScouts auf dem Lippischen Meierhof „ihr“ Fachwerkhaus-Modell wieder: es ist ein echtes Backhaus aus Lemgo, dessen außerhalb liegender, kugeliger Lehmofen endlich die Frage klärte, wo beim Modell denn eigentlich die Tür war!

Lilian Wohnhas, 2013

martaNRW
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