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Die Klasse 8b

eröffnet

Architekturbüros

Kulturscouts am Städtischen Gymnasium Bad Driburg

„Stellt euch vor, wir wären die Bürgermeisterinnen eurer Stadt und hätten einen Sack Gold im Rathauskeller gefunden…“, so begannen Susanne Killguss und Christina Esche den praktischen Teil des Workshops „Architekt(o)ur“ im Marta Herford. Die Schülerinnen und Schüler bekamen den Auftrag in Kleingruppen ein Architektenbüro zu gründen und gemeinsam einen Entwurf für ein Jugendzentrum in Bad Driburg zu entwickeln. Geld spiele keine Rolle, so die beiden Projektbetreuerinnen. Das ließen sich die jungen Architekten nicht zweimal sagen und planten mit Mamor und Gold, mit Dachterassen, großen Glasfronten und Swimmingpools. Am Ende präsntierten die Gruppen unterschiedliche Entwürfe: die einen zogen auf eine Insel im Teich neben der Schule, andere mussten ihr Jugendzentrum durch eine Achterbahn betreten, wieder andere bevorzugten eher klassiche Bauweisen.

Grund für den ungewöhnlichen Auftrag, den die Schülerinnen und Schüler bekamen, ist das Projekt Kulturscouts OWL, an dem die Klasse 8b teilnimmt. Als Kulturscoutklasse soll sie kulturelle Angebote und Einrichtungen in Ostwestfalen kennenlernen. Der Besuch der Einrichtungen wird im Unterricht vor- und nachbereitet. Zu entdecken gibt es viel für die Scouts, von A wie Architektur bis Z wie Ziegeleimuseum ist Vieles dabei – nicht nur zum Anschauen sondern auch zum Anfassen und Selbermachen, wie in Herford.

Angeschaut wurde zunächst das Gebäude des Kunstmuseums Marta. Hier ging es weniger um die Kunst als vielmehr um die dekonstruktivistische Archtiketur Frank Gehrys. Schiefe Wände, viel Holz und wenig rechte Winkel erregten die Aufmerksamkeit der Kulturscouts und führten schnell dazu, über Funktionen und verschiedene Erscheinungsformen von Architektur nachzudenken und zu diskutieren. Dass es neben dem ersten optischen Eindruck auch viele technische Details zu bedenken gibt, wurde deutlich, als die Nachwuchs-Architekten dem Marta „auf’s Dach“ steigen durften. Der Technik-Experte des Hauses, Michael Train, gab Einblicke in die Dachkonstruktion des ungewöhnlichen Gebäudes und erklärte auch, wie dieses beispielsweise belüftet werden kann.

Neben der noch ungeklärten Frage, wie genau die schwer erreichbaren Fenster im Forum des Marta geputzt werden können, bietet auch die Kunstausstellung fernab von der Architektur des Gebäudes für den ein oder anderen Kulturscout einen weiteren Grund, dem Marta nocheinmal einen Besuch abzustatten.

Christina Belke, Städtisches Gymnasium Bad Driburg

martaNRW
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