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Ein Tag als Pharao

Zeitreise durch Ägypten

15. Dezember 2011 Hieroglyphen, Mumien und dessen Sarkophage. Das Heinz-Nixdorf-Forum ist nicht nur weltgrößtes Computermuseum, es gibt auch das Leben der Ägypter und dessen Anfänge des Rechnens und Schreibens zu entdecken. Auf diese Expedition durch die Vergangenheit haben sich die 5b der Ernst-Barlach-Realschule Rheda-Wiedenbrück und Lehrerin Frau Grösche aufgemacht. Den KulturScouts stehen dabei fachmännisch die Pädagoginnen Frau Hustädter und Frau Thomik Rede und Antwort.

„Auch die Ägypter hatten schon ein Zahlensystem“, erklärt Frau Hustädter der Klasse. Eine große Tafel mit verschiedenen, teilweise kuriosen Symbolen erstreckt sich vor den misstrauischen Kulturscouts. „Die Ägypter hatten allerdings keine Zahlen in ihrem ersten Rechensystem, sondern Zeichen“. Frau Hustädter bildet mit ihrer Hand ein umgedrehtes „U“. „Meine Hand sieht aus, als wolle sie etwas greifen. Dieses Symbol stand für die Ägypter für die Zahl 100!“ Neben der großen Tafel steht der „Abakus“, ein mehr als 3000 Jahre altes, einfaches mechanisches Rechenhilfsmittel. Der Abakus enthält Kugeln, meist Holz- oder Glasperlen, und ermöglicht die Durchführung der vier Grundrechenarten.

Die KulturScouts entdecken darüber hinaus die Entwicklung von Druckerpressen und der Schreibmaschine. Eine Vitrine mit über 700 Taschenrechnern beeindruckt die Klasse. „Frau Hustädter hat erzählt, dass ein Taschenrechner damals so teuer war wie ein Auto!“, berichtet ein Schüler erstaunt.
Frau Thomik hält ein Buch in die Höhe. „Wisst ihr, was das ist?“. „Ein Pharao“, ruft die ganze Klasse selbstverständlich. Sie erklärt, dass die typischen Bauten der Ägypter, die Pyramiden dreieckig waren und dass die Könige und Pharaonen in aufwändigen und kostbaren Sarkophagen bestattet wurden. „Und damit niemand die Schätze klauen konnte, haben die Ägypter Fallen gebaut!“

Nach der spannenden Führung dürfen die KulturScouts selbst ein Mal ausprobieren, wie die Ägypter geschrieben haben. Auf echtem Papyrus schreiben die Schüler mit einer Rohrfeder aus Bambus und Tinte ihren Namen mit den ägyptischen Zeichen, die alle für einen anderen Buchstaben stehen. „Da werden sich eure neuen Lehrer nächstes Jahr aber freuen, wenn ihr die Hieroglyphen als Namensschilder verwendet“, lacht Frau Grösche.
Mit Alufolie formen die Schüler Mumien, die dann mit Mullbinden „mumifiziert“ werden. Und weil die Mumie einen Sarkophag braucht, wird dieser ebenfalls von der Klasse mit Begeisterung gebastelt.
„In der nächsten Einheit im Kunstunterricht werde ich die Hieroglyphen-Schrift und das Thema Ägypten mit einbeziehen. Die Zeitreise durch Ägypten hat den Schülern viel Freude bereitet“, bestätigt Lehrerin Frau Grösche.

Saskia Ganschow

martaNRW
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