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Experimentelles

Museum

CO2 lässt sich trinken? Skeptisch blicken die Jugendlichen zu Jens Meyer, Museumspädagoge im Naturkundemuseum Bielefeld.
Ein Sprudelgerät soll zur Demonstration dienen: schnell ist das Kohlendioxyd per Schlauch in den Becher geleitet, eine Schülerin setzt an, trinkt – und verzieht das Gesicht. “Das kribbelt in der Nase”, grinst sie. Nun wollen alle mal. Jeder darf einen Becher voll CO2 trinken, allen geht es wie ihrer Mitschülerin. Sie müssen das Gesicht verzieren, die Augen tränen, es fühlt sich an wie eine Cola mit viel Kohlensäure, nur dass “keine Flüssigkeit dabei ist”. Sauer schmeckt es, aber natürlich, es ist ja auch eine Säure, wie Herr Meyer, studierter Geologe, erläutert.

Doch warum dieses Experiment? Heute geht es für die Schülerinnen und Schüler vom Liebfrauengymnasium aus Büren um den Klimawandel. Und darin sind zuindest einige der Jugendlichen bereits schon richtig fit! Zackig erklären die Physik-Interessierten, wie es zum Treibhauseffekt kommt, welche Folgen dieser hat und warum der Eisbär bald ausgestorben ist. Museumspädagoge Meyer staunt! “Ihr habt ja schon einiges vorweg geriffen”, gibt er lachend zu, weiß aber, dass er auch noch den ein oder anderen Trumph aus dem Ärmel ziehen wird.

Sein Blick geht zuächst zur “Co2-Ampel”, einem Messgerät, das den Sauerstoffgehalt im Raum anzeigt. Während es zu Beginn der Veranstaltung noch rund 700 ppm (parts per million) CO2 sind, steigt der Wert binnen kürzester Zeit auf das Doppelte. Die Luftqualität hat sich schon nach kurzer Zeit erheblich verschlechert, es ist warm geworden im Raum, so ganz ohne Frischluft und auch die Müdigkeit wird größer. Herr Meyer erklärt, dass dies anschaulich demonstriere, welche Eigenschaften CO2 im Allgemeinen habe. Man sehnt sich schnell ein offenes Fenster herbei…

Ein paar Häuser weiter sind auch die jüngeren KulturScouts aus Büren am Werk. Sie bearbeiten an diesem Tag das Thema “Zukunft gestalten” im Naturkundemuseum Bielefeld. Während sich die anderen mit Experimenten beschäftigen, ist es ihre Aufgabe am heutigen Tag, zu Themen wie z. B. “Nautilus in Gefahr” kleine Theateszenen zu erarbeiten. Als Kulisse dient ihnen dabei die extravagante Kulisse der Dauerausstellung. Vor Currywurst, Ketchupflasche und Pommes aus Strick oder einer Kofferinstallation mit ausgestopften Tieren stellen die Jugendlichen ihre Szenen dar. In Form einer Talkrunde oder einer inszenierten Anklage gegen Herrn Curry Wurst werden die durchaus ernsten Themen humvorwoll bearbeitet. Alle Schüler erhalten am Ende für ihre gute Arbeit einen großen Applaus!

Lilian Wohnhas

martaNRW
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