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Faszinierendes Peru

KulturScouts zu Gast im Lippischen Landesmuseum

Eine hochentwickelte Kultur lernten die KulturScouts der Hauptschule Preußisch Oldendorf am 13. November 2013 im Lippischen Landesmuseum in Detmold kennen: die Inka aus Peru.
Zwar ist jahrtausendealte Kultur der Inka längst vergangen, aber vieles aus ihrem Alltag ist uns auch heute noch bekannt, wie die Kulturscouts schnell feststellten.

Kartoffeln, Mais, Tomaten und Bohnen waren nur einige der Feldfrüchte der Inka, die wir auch heute noch kennen und gerne essen. Auf terassierten Plantagen, die mühsam angelegt wurden, bauten die Ureinwohner Perus diese und weitere Gemüsesorten an. Erst durch die spanischen Eroberer gelangten diese für uns alltäglichen Speisen nach Europa, erzählt Caro, Vermittlerin im Landesmuseum und angehende Historikerin. Sie macht den Scouts anschaulich, wie das Leben der Inka vor rund 500 Jahren gewesen sein muss. Tönerne Gefäße, Schmuck, Messer, Waffen und auch die Knotensprache Khipu sind im Lippischen Landesmuseum ausgestellt und können dort eingehend studiert werden.

Besonders spannend wird es, als die KulturScouts aus Preußisch Oldendorf die weibliche Hockermumie begutachten dürfen. Caro weist darauf hin, wie schwierig es ist, menschliche Überreste im Museum auszustellen – und dass es der Anstand gebietet, von diesen “Ausstellungsstücken” keine Fotos zu machen. Die Schülerinnen und Schüler sind ganz gebannt von der Mumie und sehen sich auch einen Film über die Hockermumien an, natürlich freiwillig, wie Caro betont, denn nicht für jeden sei der Anblick menschlicher Überreste geheuer.

Am Ende sind die kreativen Fähigkeiten der Scouts gefragt: von den Malereien und Formen auf den Tongefäßen inspiriert, gestalten sie selbst eine Tasse mit Ornamenten, Linien und auf alt getrimmten Mustern. Erstaunlich, wie gut sich die antiken Ornamente auf den neuen Tassen machen!

Und was sagen die Schüler? Hier der Bericht von Paul:

“Mir hat gefallen, dass sie uns abgefragt hat und nicht nur erzählt hat. Sie hat auch viel zu den Mumien erzählt, das war interessant. Wir haben gesehen, wie sie damals bestattet wurden und wie eine echte Mumie aussieht. Wir haben erfahren, dass der Inkakönig jeden Tag ein anderes Gewand trug und am Ende des Jahres wurden alle verbrannt und das nur, weil er zeigen wollte, dass er sich das leisten kann. Die Spanier kamen mit 230 Mann zu den Inka, der Inkakönig kam mit 4000 Mann dorthin, aber er ging mit nur einer kleinen Armee in die Stadt. Die Spanier nahmen den König fest und verlangten als Lösegeld einen Raum voll Gold und Silber und sie ließem ihm die Wahl, in seinem Glauben geköpft zu werden oder im christlichen Glauben erwürgt zu werden. Er ging zum Christentum über, weil sie dachten, dass man nur mit ganzem Körper in der anderen Welt weiterleben konnte.”

Lilian Wohnhas, 2013

martaNRW
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