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Fremd, was

ist das?

Donnerstag, 24. November 2011: „Kennst du den? Eine Begegnung mit einem Fremden.“ Unter diesem Motto steht der Ausflug der KulturScouts der 5f von der Friedrich-Spee-Gesamtschule aus Paderborn in die Kunsthalle Bielefeld.

„Wer oder was ist denn für euch fremd?“ fragt Pädagogin Jessica Koppe die Schüler. Nach zahlreichen Antworten sollen die Vorstellungen visualisiert werden.
Der mit Kreide, Filzstiften, Scheren, Kleber und Bastelmaterial gedeckte Tisch lädt die Kinder ein, ihre eigenen Ideen in Form einer fremden Gestalt zu Papier zu bringen. Ein kleiner Holzspieß dient als Halterung, sodass die Kinder für den späteren Teil ein kleines Theaterstück damit aufführen können.

Der uns begleitende Kameramann ist für eine Schülerin Anlass, ihn zu zeichnen. „Ich kenne seinen Namen ja nicht. Deshalb ist er mir fremd!“ begründet die Schülerin.
Doch es fällt auf, das fremd sein nicht selbstverständlich etwas Negatives bedeuten muss.
Alle Figuren wurden farbenfroh und lebendig gestaltet und zeigen keine Scheu vorm Fremdsein.

Über eine Treppe gelangt die Klasse mit der Pädagogin in die Ausstellung. Gleich am Anfang hängt ein riesiges Foto auf einer Leinwand. „Das ist Paris“ erklärt Frau Koppe. „Hier ist Picasso 1905 hergekommen. Ihm war Paris sehr fremd. Vor allem die Sprache.“. Die 5f und Lehrerin Frau Beatrix sowie Herr Putze erkunden die Ausstellung. Vier Bilder schauen sie sich gemeinsam an, zu jedem erzählt Jessica Koppe Picassos Absichten und Gedanken. Die selbst gebastelten Figuren dürfen während der Führung natürlich nicht fehlen.

Zurück im Bastelkeller wartet das Kulturscoutsteam schon mit der Kamera auf die 5f. Neugierig tummelt sich die Klasse um Ivo Tödtmann, den Kameramann. Ein paar Momente und Interviews werden festgehalten, um demnächst auf der Homepage zu zeigen, wo die Kulturscouts schon überall unterwegs waren.

Nach einer Pause geht es nun daran, Bühnenbilder für eine Bühne im Karton zu entwickeln. In Gruppen malen die KulturScouts einen Prospekt, mit dem die Bühnenrückwand gestaltet wird. Jede Gruppe führt dann mit den entstandenen Figuren – nach eigenem Drehbuch – eine Szene zum heutigen Thema auf. Nach dieser gemeinsamen Abschlusspräsentation bricht die Klasse wieder auf und macht sich mit vielen neuen Eindrücken auf den Rückweg zur Schule.

Saskia Ganschow

martaNRW
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