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Fünftklässler auf

Stein- und Eiszeit-

Tour

Wie lebten Mammut, Wollnashorn oder Säbelzahntiger? Mit einer kreativen Entdeckungstour ins Bielefelder Naturkundemuseum startete ein fächerübergreifendes Projekt für die 5h der Erich Kästner-Gesamtschule.

Bünde/Bielefeld. Feuerstein und Schieferplatten – das ist die Grundausstattung für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5h der Erich Kästner-Gesamtschule. Ihr Auftrag nach einer kurzweiligen Einführung in die (Tier-)Welt der Eiszeiten: Malen wie die Steinzeitmenschen – also gravieren, ritzen und kratzen. „Das funktioniert ja“, freut sich Marley Dittmann nachdem er den Tipp von Museumspädagogin Tütling beherzigt und die Linien reduziert hat. Das Konterfei eines Mammuts ist nun unverkennbar. Schwieriger wird das schon beim weniger charakteristischen Höhlenbären.

Der Ausflug der Fünftklässler ins Bielefelder Naturkundemuseum (namu) war zweifelsfrei gleich zum Auftakt Höhepunkt einer Projektwoche, die Gesellschaftslehre- bzw. Geschichtsunterricht, Leseförderung und kreativ-künstlerische Elemente in sich zu vereinen suchte. „Tiere der Eiszeit“, war das Thema der Veranstaltung, die der Klasse als zusätzlicher Wandertag nach einem Theaterbesuch vor Weihnachten durch das Projekt „KulturScouts OWL“ (Marta Herford) ermöglicht wurde. Das dem Marta-Museum angegliederte Projekt übernahm alle Kosten für die Exkursion.

Die vielfältigen Eindrücke aus Bielefeld im Gepäck, machen sich die Schüler diese Woche nun daran, ihren Fokus auf die Menschen in Steinzeit und später zu richten.

In Gruppen erarbeiten sie Steckbriefe zu Vor- und Frühmensch, Neandertaler und dem heutigen Homo sapiens. Nachdem sie diese den Großepochen zugeordnet haben, wenden sie ihr Wissen über historische Quellen als „Türöffner in die Vergangenheit“ ganz praktisch an und gestalten kreativ eigene Quellen wie Knochen oder Alltagsgegenstände zu den Epochen, sodass im Verlauf des weiteren Unterrichts auch nach der Projektwoche eine kleine Ausstellung entstehen kann.

„Es ist schön, ein solches Projekt in diesem Umfang anbieten zu können“, sagen die Klassenlehrer Davina Mai und Martin Behrens unisono. „Die verschiedenen Zugänge ermöglichen es Kindern mit unterschiedlichen Stärken und Begabungen, sich gleichermaßen einzubringen.“

Die durchaus gelungenen Mammuts, Wollnashörner oder Höhlenbären auf Schiefer jedenfalls waren ein motivierender Start – und auch ein Lerneffekt war schnell ersichtlich: „Das hier ist bestimmt keine Eiszeit“, lacht Chantal Pundt auf dem Rückweg zum Bahnhof über verschneite Pfade trampelnd: „So viele Hundert Jahre würde ich dieses Wetter ja gar nicht aushalten.“

KulturScouts OWL ist ein Projekt unter Federführung des Museum Marta in Herford. Die Kulturscouts ermöglichen allen teilnehmenden Schulen einen kostenlosen Besuch einer der zahlreichen am Projekt angebundenen Kultureinrichtungen in Ostwestfalen. Pro Halbjahr kann eine Klasse teilnehmen.

Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Martin Behrens (Pressebeauftragter), EKG Bünde.
Fotonachweis: Martin Behrens, EKG Bünde.

martaNRW
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