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Im Auge des

Betrachters

Zu wahren Entdeckern wurden die KulturScouts der Brodhagenschule aus Bielefeld am vergangenen Freitag. Ihr Besuch führte sie dieses Mal in die Kunsthalle Bielefeld. Dort wartete das KulturScouts-Spezial-Programm auf sie:
Ein Einblick in die – sonst nicht zugänglichen – Bereiche der Kunsthalle, eine Führung durch die Ausstellung “Das Glück in der Kunst” und ein anschließender Abstecher in die Malbstube.

Das Depot eines Museums ist seine Schatztruhe, erläutert Waldemar, langjähriger Mitarbeiter der Kunsthalle. Die hier gelagerten Kunstwerke sind eine Menge Geld wert und müssen unter besonderen Bedingungen gelagert werden, fährt er fort. Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden ständig überprüft – genauso wie der Einbruchschutz, der die Schülerinnen und Schüler natürlich besonders interessiert. “Wurde schon einmal eingebrochen und etwas gestohlen”, fragt ein Junge. “Nein, bislang noch nicht, dafür haben wir ja die Alarmanlage”, sagt Waldemar.

Auch andere Mitarbeiter der Kunsthalle öffnen ihre Büros und stellen sich den neugierigen Fragen der Scouts. Matthias Albrecht, zuständig für die Buchungen der Gruppen, berichtet, dass manchmal bis zu 10 Gruppen am Tag in die Kunsthalle kommen. Das ist schon eine ganze Menge, finden die KulturScouts.

Intensive Farben und ausdrucksstarke Formen sind ein Kenzeichen des Expressionismus, erzählt Angela, die die Gruppe durch die Ausstellung führt. Die Jugendlichen betrachten Stillleben und Porträts. Ihre Interpretationen sind fantasievoll und mutig, regen beteiligen sich die meisten an der Führung. Warum ist der Strich über dem Auge rot? Warum ist der Struauß so gemalt, als sähe man ihn von vorne und von der Seite zugleich? Ist die Frau mit dem grünen Gesicht vielleicht krank oder traurig gewesen?

Weiter geht es zum Thema Farbkontraste in der Malstube. Nun sind die Scouts selber gefragt! Als Modell dient eine Blumenvase mit Frühlingsblühern. Die Ergebnisse machen deutlich, wie unterschiedlich die Jugendlichen ihr Blumenstillleben umgesetzt haben. In Farbe und Form haben sie den künstlerischen Freiraum voll ausgeschöpft!

Lilian Wohnhas

martaNRW
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