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KulturScouts im

Theater Paderborn

Teil II: Das neue Theater Paderborn wird erkundet

Eine Woche nach dem ersten Kennenlernen-Termin in der Felix-Fechenbach-Gesamtschule Leopoldshöhe fanden sich die KulturScouts heute vor dem Theater in Paderborn ein. Frau Ebert und Frau Weber nahmen die Schüler vor dem Bühneneingang in Empfang und führten die Klasse durch das Haus, das inzwischen über drei Bühnen verfügte, auf denen größere und kleinere Produktionen gespielt werden konnten. „Hier riecht’s voll neu!“ stellte eine Schülerin fest. Einen kurzen Blick konnten die Schüler in die Holz- und die Malerwerkstatt werfen. Überall arbeitete man konzentriert an der nächsten Produktion, trotzdem nahm man sich die Zeit für eine kleine Einführung in die jeweiligen Arbeitsbereiche: Der Schreiner erklärte den KulturScouts die verschiedenen Werkzeuge und Materialien seiner Werkstatt, die Malerin zeigte ihnen, wie sie den Bühnenprospekt vorbereitete, der ein überdimensionales Madonnengesicht darstellen würde.

Vorbei an der Gewandmeisterei gelangten die KulturScouts in den riesigen Kleiderfundus, in dem von Fatsuits über Soldatenuniformen bis hin zu barocken Kleidern einfach alles zu finden war, was man sich nur vorstellen konnte. Ein Schüler hatte entdeckt, dass überall hinter den Kulissen Wegweiser mit chinesischen Schriftzeichen zu sehen waren, ein Hinweis auf eines der letzten Stücke, das im Rahmen einer deutsch-chinesischen Kooperation entstanden war.

Am Ende des Rundganges trafen die KulturScouts nun wieder an ihrem Ausgangspunkt ein, der Probebühne, die – so erfuhren die Schüler von Frau Ebert – genau nach Maß der Originalbühne angelegt war. Hier sollte nun nach einer kleinen Pause der Workshop starten. Was den KulturScouts daran besonders gefiel: Lehrer waren während der Probe unerwünscht. Frau Pöppelmann-Terwey und ihre Kollegin wurden aber zur Abschlusspräsentation eingeladen. Gemeinsam hatte die Klasse ein brachte die Klasse ein mit Musik hinterlegtes, bewegtes Bild auf die Bühne: Jeder verfolgte zunächst seine eigene Richtung in eigenem Tempo und mit einer sich wiederholenden, ganz persönlichen Ausdrucksform. Aus diesem Labyrinth verschiedener Richtungen und Bewegungen traten nacheinander alle Schüler mit ihrem eigenen Berufswunsch nach vorn, den er oder sie laut und deutlich vortrugen. Gemeinsam riefen die Schüler auf ein verabredetes Handzeichen dann die von allen benötigten Fähigkeiten zum Erreichen beruflicher Ziele aus: „Mut“, „Selbstvertrauen“, Menschenkenntnis“…

Nach der gemeinsamen Aufführung verabschiedete sich Frau Ebert von der Gruppe und gab den KulturScouts noch einige Hinweise für ein besseres Zusammenarbeiten auf der Bühne mit auf den Weg. Auch wenn kreatives Chaos ein Teil des künstlerischen Entstehungsprozesses ist, sollte jeder sich bemühen, auf den anderen einzugehen. Eine wichtige Voraussetzung für jede Zusammenarbeit – auch außerhalb des Theaters.

Antje Nöhren, Mittwoch, 23. November 2011

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