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KulturScouts?

Und Schauspieler!


Die 6c des Königin Mathilde Gymnasiums im Kaschlupp Detmold

19. Januar 2012 Scout bedeutet so viel wie Späher, Kundschafter, Fährtensucher aber auch Aufklärer. Im kulturellen Kontext könnte das heißen: Jemand, der in den verschiedenen Sparten von Kunst und Kultur auf Spurensuche geht, der unterwegs ist, Neues erforscht und seine neu gewonnenen Erkenntnisse weitergibt.

Wir, die Klasse 6c des Königin-Mathilde-Gymnasiums, sind dabei. Wir sind Kulturscouts und haben das Landestheater Detmold besucht. Am Morgen haben wir uns am Bahnhof in Herford getroffen. Dann sind wir mit der ganzen Klasse 6c mit dem Zug nach Detmold zum Landestheater gefahren. Unser Theaterführer hat uns im Innenhof empfangen. Dort hat er uns viel über den Innenhof und die Gebäude verraten. Das „Hochfürstliche Lippische Hoftheater“ wurde im November 1825 erbaut nach einer Bauzeit von etwa 6 Monaten. Es steht genau vor dem Detmolder Schloss, weil der Fürst es sich gewünscht hatte. Er musste nur ein paar Schritte gehen und schon war der Fürst im Theater und konnte auf das Schloss schauen. Leider brannte das Theater 1912 ab. 1919 wurde es wieder aufgebaut und heißt nun „ Landestheater Detmold“. Im neuen Anbau des Theaters befinden sich die einzelnen Abteilungen des Theater: Die Schneiderei, die Schreinerei, die Maske, der Malersaal und der Fundus. Im Theater wurden wir dann in die Garderoben geführt. Drei bis fünf Schauspieler teilen sich eine Garderobe. Anschließend haben wir uns das Foyer angeschaut. Das Foyer ist ein Vorraum, in dem der Zuschauer sich vor und in den Pausen der Vorstellung aufhält. Wir haben dort über die einzelnen Berufe des Theaters gesprochen. Es gibt Bühnenbildner, Maskenbildner, Choreografen, Regisseure, Komponisten, Lichtdesigner und noch viele mehr.

Als nächstes ist unsere Klasse in den Zuschauerraum gegangen. Im Theater gibt es 650 Sitzplätze. Wir haben uns die Bühne und den Orchestergraben angesehen, den man absenken und hochfahren kann. Durch den Pausenraum wurden wir zu den Seitenbühnen geführt. Dort sitzen auch die Souffleusen. Sie haben die Aufgaben, den Schauspielern den Text zuzuflüstern, wenn sie nicht mehr weiterwissen. Als wir dort waren, arbeiteten die Tontechniker an der Technik für die Schwanenseeaufführung. Neben der Bühne befindet sich ein großer Raum, in dem sich die Requisiten befinden. Dort stehen Stühle, Tische, Säulen, Bühnenbilder und Leitern – alles, was für eine Aufführung gebraucht wird. Unser Theaterführer hat uns eine Perücke gezeigt, die sehr aufwändig zu machen ist. So eine Echthaarperücke kann schon mal über 1000 Euro kosten. Im Mal Saal werden die Requisiten angemalt. Wir haben riesengroße weiße Palmblätter gesehen. Es ist sehr beeindruckend zu sehen, was die Requisiteure können. Dann sind wir in die Farbküche gegangen. Dort wird jede Farbe aus Farbpigmenten angemischt. Die Pigmente sind in einem großen Schrank mit vielen Schubladen. In der Schreinerei werden Möbel für die Aufführung angefertigt. Als Nächstes sind wir durch den Innenhof in den riesigen Fundus gegangen. Ich finde es einfach unglaublich, wie viele Kostüme in unterschiedlichen Farben und Größen dort hängen. Die Führung durch das Theater was sehr interessant und spannend. Jetzt weiß ich endlich wo, wie und was alles hinter der Bühne gemacht wird.

Schließlich sind wir zum Kaschlupp gegangen. Zum zweiten, praktischen Teil unseres Besuchs im Landestheater. Aber erst mal gab es dort eine kleine Pause! Danach gingen wir vom Theater ins Kindertheater, dort beschäftigten wir uns unter fachkundiger Anleitung mit dem Dichter William Shakespeare und seinem Stück „Hamlet“. Wir haben viel geschauspielert und auch pantomimische Sachen gemacht. Wir durften selber Szenen nachspielen und Pantomime machen. Zum Beispiel durften wir uns mit einem Partner streiten. Es war toll, einmal in die Rolle eines Schauspielers zu schlüpfen.
“Dass wir dann auch noch selber schauspielern durften, fand ich super!” – Saskia

Zum Schluss kann ich nur sagen: „Sehr zu empfehlen!“

Magnus

martaNRW
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