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Die

Hingucker

Zivilcourage üben mit einem museumspädagogischen Projekt nach dem gleichnamigen Buch von Ursula Kraft
Nach der Erzählung „Die Hingucker“ von Ursula Kraft werden die Phänomene Ausgrenzung und Rassismus spielerisch erarbeitet. In der 1. Einheit (kann auch in der Schule erfolgen) spielen die Schüler verschiedene Rollen der Geschichte „Die Hingucker“, die davon handelt, wie Kinder gegen die Ausgrenzung von „Andersaussehenden“ aktiv werden und „hingucken“. In Rollenspielen werden unterschiedliche Handlungsweisen erprobt und eigene Erfahrung spielerisch reflektiert. Die Schüler erleben Mechanismen und Verhaltensweisen, die zur Entstehung von Feindbildern und Vorurteilen führen. Sie werden für diskriminierende Situationen im eigenen Alltag/Umfeld sensibilisiert und werden ermutigt, „Hingucker“ zu werden, wenn Unrecht geschieht. In der 2. Einheit wird mit dem Besuch der „Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933-1945“ der Bezug zum Nationalsozialismus hergestellt. In der neu konzipierten Dauerausstellung wird die lokale Geschichte Wewelsburgs in der NS-Zeit eingebettet in eine Gesamtdarstellung der SS. Gleichzeitig ist die Ausstellung Gedenkstätte für die Opfer der SS-Gewalt in Wewelsburg. Die Schüler arbeiten mit altersgerechten Dokumenten in der neuen Dauerausstellung und lernen, Parallelen in der Vergangenheit mit der fiktiven Geschichte der „Hingucker“ zu erkennen. Sie lernen Formen der Zivilcourage in der NS-Zeit kennen. Beim Besuch des Mahnmals auf dem Appellplatz des ehemaligen Konzentrationslagers können sie die Bedeutung des Erinnerns und Gedenkens reflektieren.

Kreismuseum Wewelsburg

Ursprünglich als Nebenresidenz der Paderborner Fürstbischöfe wurde die dreieckige Schlossanlage zwischen 1603 und 1609 im Stil der Weserrenaissance errichtet. Das regionalgeschichtliche „Historische Museum des Hochstifts Paderborn“ im Schloss dokumentiert die Lebenswelten der Menschen im Paderborner Land bis Anfang des 19. Jahrhunderts. Von 1933 bis 1945 sollte die Wewelsburg mit Hilfe von KZ-Häftlingen als ideologisches Zentrum der Schutzstaffel (SS) ausgebaut werden. Die Tätigkeiten der SS und die erschütternde Geschichte des Konzentrationslagers in Wewelsburg werden in der neuen Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933-1945 im ehemaligen Wachgebäude der SS in eine Gesamtdarstellung der Schutzstaffel eingebettet.

Unterrichtsmaterialien sind vorhanden. Vor- und Nachbereitung in Absprache mit den Gedenkstättenpädagogen möglich.

Für Schüler folgender Jahrgangsstufe/n
5./6. Klasse (11/12 Jahre)
Für folgende Schulfächer geeignet
Geschichte, Politik/Sozialwissenschaft,
Religion/Ethik, Philosophie, Deutsch
Maximale Teilnehmerzahl
ca. 30 Personen (eine Klasse)
Veranstaltungsort
Kreismuseum Wewelsburg, Erinnerungs- und
Gedenkstätte Wewelsburg 1933-1945
oder Schule (nach Vereinbarung)
Dauer der Veranstaltung
zwei Vormittage (der erste Veranstaltungstag
kann in der Schule stattfinden, der zweite Tag
dann im Kreismuseum Wewelsburg)
Kontaktperson
Reinhard Fromme
Museumspädagogik
02955. 76220

Kontaktadresse
Kreismuseum Wewelsburg
Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg
www.wewelsburg.de

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