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„50 50 2, 50 0 1 und

weiter mit 50 50 4“

Die Klasse 5d der Ernst-Barlach Realschule aus Paderborn besuchte am 11. April 2019 das Heinz Nixdorf Museums Forum in Paderborn.

Als die Schülerinnen und Schüler auf dem riesigen Gelände des Museums Forums ankamen, musste wie immer zuerst das Organisatorische geklärt werden. Damit jeder Teilnehmende genug von der Ausstellung und dem Workshop mitbekommen konnte, wurde die Klasse in zwei kleinere Gruppen aufgeteilt. Die KulturScouts der ersten Gruppe sollten mit der Führung durch das Museum beginnen, während die andere Gruppe mit dem Schnupperkurs Robotik anfangen sollte. Nach der Mittagspause würde dann gewechselt werden.

Die Führung durch die Ausstellung leitete Anja vom HNF. Spielerisch und immer einen lustigen Spruch auf den Lippen, machten wir eine Tour durch die Geschichte der Computerentwicklung. Dabei lernten wir, dass der Grundstein für die heutige Computertechnik bereits 3000 vor Chr. in Mesopotamien gelegt wurde. Die Entdeckungsreise ging weiter, vorbei an der Erfindung des Buchdrucks von Gutenberg, dem Abakus und der Entwicklung der ersten Zahlensysteme. Riesengroße Registrierkassen, wie man Sie aus alten Filmen und Tante-Emma-Läden kennt, ließen uns staunen, als wir ihre Größe mit den heutigen Smartphones verglichen. Danach wurde immer deutlicher, wie wichtig das Binäre-System für die Entwicklung von Computern ist. Unsere ganze Welt kann scheinbar mit Einsen und Nullen abgebildet, ja eigentlich sogar weiterentwickelt werden. Kassen, Telefone, Computer, Roboter, Spiele, all diese Dinge vermittelt das HNF auf einer ganz authentischen und verständlichen Ebene und vor allem zum Anfassen und selbst Ausprobieren! Im Anschluss an die einstündige Führung gab es noch viel Zeit das interaktive Museum auf eigene Faust zu erkunden und spielerisch kennen zu lernen.

Nach der Mittagspause startete dann der Schnupperkurs Robotik. In zweier Teams ging es an die bereitstehenden Computer im Workshopraum. Jedes Team hatte einen EV3 vor sich. Der EV3 ist ein kleiner Roboter mit zwei Rädern und erinnert durch sein Aussehen an einen Legobausatz. Das wird dem kleinen EV3 aber natürlich nicht gerecht, denn er enthält viel mehr als nur Plastik. Zunächst erklärte der Leiter des Workshops die erste Aufgabe: Ein Roboter soll so programmiert werden, dass er durch einen bereitstehenden Parkour fahren kann. An den Computern sollten die KulturScouts die passenden Befehle programmieren und auf den Roboter übertragen. Immer wieder mussten die Schülerinnen und Schüler den Weg des Parkours ausprobieren und in die „Programmiersprache“ übersetzten. Schnell entwickelte sich eine für Außenstehende mehrwürdige Sprache: „Wir müssen als nächstes 50 50 2, dann 50 0 1 und dann 50 50 1 nehmen, so schaffen wir es durch das nächste Hindernis“. Und ja, letztlich haben alle Teams ihren EV3 erfolgreich durch den Parkour geschickt.

Mittels des gleichen Programms bestand nun die nächste Aufgabe darin, ein „Zimmer“ aufzuräumen. Dabei wurde vorne am Roboter eine Art Schieber befestigt und die Schülerinnen und Schüler mussten erneut die richtigen Befehle für den Roboter wählen, sodass alle Gegenstände aus dem definierten Bereich herausgeschoben werden konnten. Nach der Erfahrung durch das Programmieren für den Parkour war die zweite Aufgabe ein Kinderspiel. Im Anschluss war noch Zeit übrig, sodass das „Sumo-Ringen“ eingeläutet werden konnte. Dabei traten die Roboter gegeneinander an, um ihre Kräfte zu messen.

Eine ergebnisreiche und spannende Reise durch die Geschichte der Computer geht auf diese Weise für die Klasse 5d zu Ende.

Marie-Luise Rusch, Praktikantin der KulturScouts OWL

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