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Heilmittel mit Risiken

und Nebenwirkungen

Am 29. Januar 2020 war die Klasse 7c des Ravensberger Gymnasiums in Lemgo im Weserrenaissance-Museum. Die Klasse hatte sich für die Führung im Museum und für einen anschließenden Workshop das Thema „Bibergeil und Bisamapfel – Heilmittel mit Risiken und Nebenwirkungen“ ausgesucht.

Während der Führung mit der Museumspädagogin Frau Kotsch erfuhren die Schülerinnen und Schüler viel Interessantes nicht nur über Duftstoffe, sondern über Hygiene, Krankheiten, Medizin und Heilmittel im späten Mittelalter und in der Zeit der Renaissance. Die Informationen reichten von den Apothekergärten über Medikamente aus Opium oder wenig appetitlichen Inhaltsstoffen wie Hundeurin oder Schlangenfleisch bis zu den auch nicht gerade angenehmen Amputationsmethoden der „Bader“, wie die Chirurgen seit dem 15. Jahrhundert genannt wurden. Therapien wie Klistier und Aderlass wurden erklärt und auch die Pest, die um 1500 ganz Europa bedrohte, kam vor. Laura dufte sogar die Schnabelmaske eines spätmittelalterlichen Pestarztes aufsetzen. Frau Kotsch gelang es, alles Wissenswerte sehr spannend und lebendig zu vermitteln.

Besonders interessant für die Schülerinnen und Schüler war der Workshop, der sich an die Museumsführung anschloss. Zuerst wurden getrocknete Lavendelblüten mit einem Mörser pulverisiert – ganz schön anstrengend! Anschließend wurde das Pulver in einen Kaffeefilter aus Papier gegeben und mit mit heißem Wasser aufgegossen. Die „Brühe“ musste einige Zeit ziehen, wurde dann in ein kleines Fläschchen gegossen und mit „kosmetischem Basiswasser“, einem speziellen Alkohol, aufgegossen. Zum Mitnehmen musste man die Fläschchen natürlich verkorken und konnte sie dann noch mit einem Bändchen und einem selbstgestalteten Etikett verzieren. Einige dachten sich auch noch einen wohlklingenden Namen („Chanel Nr. 6“ ...) für das selbstgemachte Parfum aus – ein schönes Geschenk oder eine Erinnerung an das Weserrenaissance-Museum.

7c des Ravensberger Gymnasiums