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Vom Selbstportrait

zum Selfie

Am 07. Februar 2019 hatten 25 Schülerinnen und Schüler der Gertrud-Bäumer-Realschule Bielefeld die Gelegenheit, in die Welt der Malerei einzutauchen und dabei selbst zum Pinsel zu greifen.

Die Jugendlichen der Klasse 7c besuchten das Museum Peter August Böckstiegel in Werther und durften innerhalb des Programms „Ich-Bilder: Vom Selbstporträt zum Selfie“ ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Das Programm bietet eine Kombination aus Führung und Workshop und ermöglicht es den Schüler/innen, sich selbst zu inszenieren und ganz neu wahrzunehmen.

Künstlerische Fähigkeit und das Gefühl für Proportion waren auch auf Anhieb gefragt. Als Einstieg in die Veranstaltung galt es, mit geschlossenen Augen ein Selbstporträt auf ein Blatt Papier anzufertigen. Hier merkten die Jugendlichen schnell, welchen Stellenwert das Zusammenspiel der Sinne für die Malerei hat.

Nach erster künstlerischer Annäherung ging es für die Entdecker der Gertrud-Bäumer-Realschule weiter in die Sonderausstellung „Gesehen, erschaut und erlebt. Der Dresdner Impressionist Robert Sterl“, welche sich im imposanten Museums-Neubau befand.

Anhand bekannter Werke Sterls lernten die Schülerinnen und Schüler den Unterschied zwischen Porträt und Selbstporträt kennen. Unter Anleitung der Museumspädagogin und Vermittlung der Informationen zu Künstler und Zeit, versuchten die Jugendlichen, die Bilder zu deuten und sich so künstlerische Wandelprozesse selbst zu erschließen.

Einen gelungenen Kontrast bot die nächste Station der Führung. Es ging in das Geburtshaus des Malers und Bildhauers Peter August Böckstiegels, welches direkt neben dem Museums-Neubau gelegen, einen Einblick in Leben und Schaffen des Künstlers gibt.

Innerhalb des urigen Bauernhauses wurden die Realschüler inmitten vieler authentischer Einrichtungsgegenstände über das Leben und den Schaffensprozess Böckstiegels aufgeklärt und erfuhren so von den gesellschaftlichen und politischen Einflüssen der Vergangenheit.

Zurück im Atelier galt es, die Inspirationen der Führung zu nutzen und sich selbst als Künstler zu versuchen. In mehreren Schritten wurde den Schülern das künstlerische Handwerk nahegebracht, die Umsetzung war ihnen hingegen stets selbst überlassen. Gewappnet mit Spiegel oder Handy-Kamera machten sich die Jungkünstler/innen ans Werk. Es entstanden tolle Aquarelle, jedes auf seine ganz eigene Art besonders.

So nahmen die Bielefelder Schülerinnen und Schüler nicht nur zahlreiche Eindrücke mit nach Hause, sondern auch ihr ganz persönliches Andenken. Den krönenden Abschluss bildeten die zahlreichen Selfies, die die Impressionen letztendlich wieder in Bildern visualisierten.

 

Dominik Janzen, Praktikant der KulturScouts

 

martaNRW
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