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Aussteuerware –

was ist das?

Am 17.11.2022 hat sich die KulturScouts-Klasse der Mastbruchschule auf den Weg aus Paderborn nach Bielefeld gemacht, um einen ganz besonderen Kulturort kennen zu lernen. Hinter den Häuserfronten der Viktoriastraße liegt, etwas versteckt, das Museum Wäschefabrik.

Spätestens mit dem Eintritt durch die Tür zum ehemaligen Kontor war den 19 Schüler*innen klar – in diesem denkmalgeschützten Gebäude scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Obwohl die Herstellung von Hemden, Bettwäsche und anderen Produkten schon vor knapp 50 Jahren endete, sieht es hier so aus, als würden die Näherinnen gleich aus ihrem Pausenraum zurück an die Arbeit gehen.

Die Achtklässler*innen lernten in einer Rallye durch die Fabrik vergangene Traditionen und längst vergessene Wörter wie „Aussteuerware“ kennen, die heute niemand mehr benutzt und erfuhren auch von der jüdischen Geschichte des Hauses. Außerdem besprachen sie, warum die „Vereinigten Wäschefabriken Th. u. G. Winkel“ ihren Betrieb einstellten und wie dieses Ende mit der heutigen Produktion von Kleidung zu tun hat. Als Gegenmaßnahme zum Prinzip der Fast Fashion brachten die Museumspädagoginnen der Klasse das Upcycling näher, das sie an mitgebrachten T-Shirts selbst anwendete.

Das Programm "Upcycling: Neue Ideen für alte Klamotten" ist ganzjährig buchbar.
Hier geht es zur vollständigen Programmbeschreibung.